HolunderblĂŒtensekt mit Birkenzucker 🥂

HolunderblĂŒtensektEisgekĂŒhlter Sekt aus HolunderblĂŒten ist an heißen Tagen oder lauen Sommerabenden eine ganz besondere Erfrischung – und noch dazu kann man ihn ganz einfach selber herstellen. Das klappt auch hervorragend mit Birkenzucker. Der Sekt schmeckt damit mindestens genauso gut!

 

Transkript des Videos

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich selber sehe das mit dem RĂŒbenzucker nicht so kritisch; schon gar nicht denke ich, dass er weniger natĂŒrlich ist als beispielsweise das, was wir hierzulande als Stevia kaufen können.

Bei Birkenzucker mache ich eine Ausnahme, denn auch wenn er nicht aus Birken hergestellt wird, kann er doch ein sinnvoller Ersatz fĂŒr RĂŒbenzucker sein. Deshalb habe ich mehrere Rezepte, die recht viel Zucker enthalten, mal mit Birkenzucker ausprobiert. Hier kommt jetzt der HolunderblĂŒtensekt.

Dieses Jahr gibt es wirklich unfassbar viele HolunderblĂŒten, und auch wenn ich normalerweise damit geize, weil ich die Beeren haben will, kann ich diesmal aus dem Vollen schöpfen.

Das ursprĂŒngliche Rezept habe ich mal etwas abgewandelt und vereinfacht; vor allem sind es jetzt nicht mehr 20 Liter, sondern nur noch 10. Aber von vorne:

Du brauchst erst einmal 15 schöne große BlĂŒtendolden, optimal an einem trockenen Vormittag gepflĂŒckt, von denen wir im Moment ja recht viele haben, fernab von Straßen oder Ă€hnlichem versteht sich von selbst, und diese BlĂŒten schĂŒttelst du gut aus, damit keine Tierchen drin sind.

Außerdem benötigst du 10 Liter Wasser, 3 Biozitronen, in Scheiben geschnitten, so dick wie diese hier ungefĂ€hr, 30 Gramm Weinsteinpulver (das hole ich immer in der Apotheke) und ein Kilogramm Birkenzucker. Und du brauchst ein großes sauberes GefĂ€ĂŸ mit passendem Deckel und mit mehr als 10 Litern Inhalt; bei mir ist das dieser Eimer.

Jetzt können wir schon loslegen. Das Wasser kommt bis auf einen Rest von ca. einem halben Liter in diesen Eimer, der Weinstein auch. Mit dem restlichen Wasser wird der Birkenzucker aufgelöst, was am besten durch Erhitzen funktioniert. Auch das Zuckerwasser kommt dann in das GefĂ€ĂŸ. Jetzt schĂŒttle ich die HolunderblĂŒten vorsichtshalber noch einmal, die dicken Stiele habe ich vorher abgeschnitten, und lege die BlĂŒtendolden nacheinander auf die FlĂŒssigkeit. Mit einem Löffel drĂŒcke ich sie ein bisschen unter Wasser, damit alles benetzt ist, und zum Beschweren lege ich jetzt die Zitronenscheiben oben drauf. So sieht das aus, wenn es fertig ist, und jetzt kommt einfach der Deckel drauf und ich mache zwei oder drei Tage lang gar nichts. Na gut, vielleicht zwischendurch ab und zu mal umrĂŒhren.

Nach diesen zwei bis drei Tagen fische ich das Grobe schon einmal mit einem Schaumlöffel aus dem Eimer, die BlĂŒtenblĂ€tter, die noch drin sind, mit einem Sieb, und dann kann der HolunderblĂŒtensekt schon in die Flaschen. Auch hier gieße ich ihn noch mal durch ein feineres Haarsieb. Ein bisschen trĂŒb ist er durch die Zitrone. Ob da dann irgendwann tatsĂ€chlich Alkohol entsteht oder nicht, ist noch nicht endgĂŒltig geklĂ€rt, aber gerade zu Anfang dĂŒrfte das gegen Null gehen. Der Sekt perlt zwar dann noch nicht, und der mit dem Birkenzucker angesetzte perlt bei mir auch spĂ€ter nicht, aber er schmeckt genauso gut wie das Original mit dem RĂŒbenzucker.

Falls du das auch mal ausprobierst, viel Spaß dabei und lass es dir schmecken!

Die Zutaten:

  • 15 große BlĂŒtendolden
  • 10 Liter Wasser
  • 3 Biozitronen
  • 30 Gramm Weinsteinpulver
  • 1 kg Birkenzucker

 

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