Video und Rezepte: Bärlauch in Öl oder Alkohol einlegen

Bärlauch in WalnussölDie einfachste und schnellste Art, die wertvollen Inhaltsstoffe des Bärlauchs haltbarer zu machen, ist das Einlegen; entweder in Öl oder in Alkohol.

Bei allen hier vorgeschlagenen Möglichkeiten wird als erstes der Bärlauch gleich nach der Ernte gewaschen und abgetrocknet. Willst du ihn in Öl oder Alkohol einlegen, schneidest Du ihn danach einfach in Streifen, die ruhig etwas breiter sein können.

Bärlauch in Öl einlegenFür ein sehr aromatisches Salatöl füllen wir immer große Schraubdeckelgläser oder weithalsige Flaschen mit geschnittenen Bärlauchblättern, gießen gutes Olivenöl darüber und lassen alles maximal zwei Wochen lang ziehen. Danach wird das Öl durch ein feines Sieb gegossen und in Flaschen abgefüllt, die kühl und dunkel gelagert werden. Dir wird vielleicht auffallen, dass das Öl sich durch den Bärlauch deutlich länger hält als sonst. Offenbar enthält die Pflanze sehr viele Antioxidantien oder Radikalfänger.

Bärlauch in Alkohol 1Der alkoholische Bärlauchauszug wird ähnlich hergestellt, zieht allerdings zwei Monate lang. Die geschnittenen Blätter füllst du in ein Gefäß und übergießt sie mit Alkohol, z.B. Klarem, Korn oder Wodka. Wir nehmen am liebsten Letzteren. Den Auszug kannst du z.B. zum Kochen verwenden oder aber als Kur ein- oder zweimal jährlich 4-6 Wochen lang jeden Morgen ein halbes Likörgläschen voll davon trinken. Wenn du ihn mit Fruchtsaft mischst, ist der Geschmack nicht ganz so extrem. Diese Kur wirkt meiner Erfahrung nach gegen alles mögliche; sie hilft einem über die Frühjahrsmüdigkeit hinweg, stärkt das Immunsystem vor oder während der Erkältungszeit und fördert die Durchblutung. Manche schwören sogar auf Bärlauch als Mittel gegen Arteriosklerose. Man sagt dem Bärlauch ein mindestens dem Knoblauch vergleichbares Wirkungsspektrum nach, allerdings zum einen deutlich stärker und zum anderen ohne den Geruch, der sich nach dem Verzehr von Knoblauch einstellt.

Bärlauch in Walnussöl 2Bei beiden eben genannten Varianten werden die Blätter des Bärlauchs nur für den Auszug verwendet und danach entfernt. Anders ist das bei der Bärlauchpaste. Hier schneidest du den Bärlauch ganz klein, z.B. mit einem Wiegemesser (nicht mit einem elektrischen Zerkleinerer, denn dann wird der Bärlauch bitter und scharf). Anschließend mischst du ihn mit einem guten Öl, z.B. mit Walnussöl, was eine sehr schöne geschmackliche Kombination mit dem Bärlauch ergibt. Abgefüllt in Gläschen und kühl gelagert hält sich diese Paste etliche Wochen lang. Du kannst sie aber auch mitsamt Gläschen einfrieren; dann hält sie sich noch länger. Die Paste kannst du in Salatsauce geben, zu Nudeln, Kartoffeln und vielem mehr. Probier’s mal aus! 🙂

Alle Rezepte gibt es in druckbarer Version und schönem Layout kostenlos für meine Patrons auf https://patreon.com/user?u=4565373.

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